Barbara Pachl-Eberhart

Über Mich

Hier mein Lebenslauf. Oder so etwas Ähnliches.

 

Hast Du schon einmal selbst so einen Über mich-Text geschrieben – einen Lebenslauf, eine „Bio“ oder gar so etwas wie eine „Heldenstory“? Falls ja: Ist es Dir leichtgefallen? Oder hast Du lange darüber gebrütet? Es sollte das Einfachste der Welt sein: über sich selbst zu erzählen. Man kennt sich ja doch schon von Anfang an. Und war doch immer, bei allem, dabei …

Was schwierig ist, ist nicht das Erzählen. Sondern etwas Anderes: Das Weglassen.

Am schwierigsten ist das Entscheiden. Das Auswählen der Bausteine, die schließlich jene Geschichte ergeben, die man – hier, jetzt – von sich erzählen will. Das Bild zu erschaffen, das andere sich machen sollen.

Kein Mensch hat nur eine Geschichte.

Deshalb gehören „Über mich“-Texte zum Schwierigsten, was man schreiben kann. Oder … zum Allerschönsten, wenn man sie als Spiel betrachtet. Warum muss man sich denn entscheiden? Warum sollte es denn nur eine einzige Geschichte sein dürfen?

Wenn ich mit all meiner Arbeit, die ich mache, nur eine einzige Botschaft vermitteln könnte,

… und wenn es nur ein Gedanke wäre, der den Menschen von mir in Erinnerung bleibt, dann wäre es dieser: Alle Versionen Deines Lebens sind richtig und wichtig – und je mehr Geschichten Du über Dich erzählst, umso mehr neue gesellen sich hinzu. Dein Selbstbild, Dein Ich-Gefühl vertieft sich mit jeder Über-Mich-Geschichte, die Du in Worte fasst. Menschen, die Tagebücher und Memoirs schreiben, geben sich nicht mit einer einzigen Version ihrer selbst zufrieden. Sie wissen der Wert der Vielfalt, den Wert der Auswahl zu schätzen. Kreativ sein heißt für sie auch: sich selbst jeden Tag neu erschaffen zu dürfen.

Was also erzähle ich Dir über mich?

In Kürze:

Dass ich Querflötistin und Lehrerin war,
dann Krankenhausclown wurde und darin meinen Traumberuf fand.
Dass ich einen Clownmann und zwei Kinder hatte.
Dass diese drei Menschen zu Ostern 2008 bei einem Unfall starben.

Dass ich verstummte – und deshalb zu schreiben begann.
Dass ich dem Leben gut Freund bleiben wollte – und deshalb weiterschrieb, an Freunde, an mich selbst, schließlich für andere, die auch dem Tod begegnet waren.
Dass aus dem Buch, das entstand, ein großer Bestseller wurde, dem drei weitere erfolgreiche Bücher folgten.

Dass ich das Geschenk, das mir durch das Schreiben zuteil wurde – die Heilkraft, die Selbstprüfung und Selbstfindung, den Stolz, die Bewusstheit und Achtsamkeit, die Freiheitsgrade, die Freude, den sicheren Hafen, den verlässlichen Halt – an andere weitergeben wollte und seit 2012, nach ein paar Ausbildungen, unter anderem in Poesie- und Bibliotherapie, weitergeben darf.

 

Das alles weißt Du vielleicht schon von mir.

Was Du nicht weißt, aber doch ahnen kannst, weil ich ja ein ganz normaler Mensch bin: Dass es über mich noch viel mehr Geschichten zu erzählen gibt. Einige davon sind genauso groß wie die vom Tod meiner Familie. Andere sind winzig. Meine Geschichten sind banal, lustig, seltsam, kaum nachvollziehbar, sehr verständlich, aufregend, typisch ich oder auch mal Ausnahmen von der scheinbaren Regel.

Dass ich all diese Geschichten erzählen kann und mit dem Erzählen längst nicht am Ende bin, habe ich der Tatsache zu verdanken, dass ich seit 2008 nicht aufgehört habe zu schreiben, das ich nicht stehengeblieben bin bei dem „Über mich“, das mir das Leben in den Rucksack gesteckt hat. Mein heutiges Glück, mein Selbstgefühl und meine Vielfalt verdanke ich dem, was ich über das Schreiben weiß. Und dem, was das Schreiben mir bis heute schenkt.

Mein Leben als Geschichte

Lies hier einen von mehreren Lebensläufen – alle wahr, alle meine. Der Zufallsgenerator entscheidet, welchen Du heute zu lesen bekommst.

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